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Warum unsere IT-Azubis weder Angst vor Künstlicher Intelligenz noch vor Fehlern haben
Carla Breidenstein : Aktualisiert am 6. Oktober 2026
Inhalte
In diesem Artikel geben unsere IT-Auszubildenden Ela Hülya Agül (Anwendungsentwicklung) und Yunus Nazari (Systemintegration) geben einen Einblick, wie ihre Ausbildung bei dacoso aussieht. Sie erzählen von Freiräumen statt starrer Vorgaben, einem Playground zum Ausprobieren und einen offenen Umgang mit Fehlern. Dabei zeigen sie, was ihre Fachrichtungen voneinander unterscheidet, und wie sie auf die künftige Rolle von Künstlicher Intelligenz im Berufsalltag blicken.
Ela hat ihre Ausbildung in der Anwendungsentwicklung gerade begonnen, Yunus ist bereits im zweiten Ausbildungsjahr in der Systemintegration. Beide geben persönliche Einblicke: Wie haben sie zur IT gefunden, und was begeistert sie an moderner Technologie? Beim Thema Künstliche Intelligenz sind sie sich einig: „Wir arbeiten mit der KI, nicht gegen sie.“
In Ruhe ankommen, Schritt für Schritt wachsen
Der Einstieg ins Team war für Ela und Yunus entspannt. Die Kolleginnen und Kollegen helfen bei Fragen und nehmen sich Zeit, Zusammenhänge verständlich zu erklären. So kann Ela zuerst beobachten, neue Eindrücke sortieren und Wissen aufbauen, bevor sie erste Aufgaben selbstständig übernimmt.
Niemand muss vom ersten Tag an alles können. Was zählt, sind Neugier, Offenheit und die Bereitschaft, sich mit neuen Themen auseinanderzusetzen. Gerade in der IT, wo komplexe Aufgaben und neue Technologien zum Alltag gehören, braucht Lernen Zeit und eine verlässliche Begleitung. Bei dacoso steht deshalb nicht sofortige Perfektion im Mittelpunkt, sondern ein solides Fundament, auf dem die Auszubildenden Schritt für Schritt aufbauen können.
„Niemand klebt an dir und genau das schafft Vertrauen“
(Yunus Nazari)
Bei dacoso gehören eigenverantwortliches Arbeiten und Vertrauen von Anfang zusammen. Niemand sitzt dauerhaft daneben und kontrolliert jeden einzelnen Tastendruck. Unsere Auszubildenden haben Freiraum, Aufgaben selbstständig anzugehen, Verantwortung zu übernehmen und ihren eigenen Arbeitsstil zu entwickeln.
Dabei geben klare Ziele die Richtung vor, nicht ein starrer Lösungsweg. Entscheidend ist eine gute Lösung. Den passenden Weg dorthin selbst zu finden, ist Teil der Ausbildung. So wächst neben dem fachlichen Wissen auch die Sicherheit im eigenen Denken und Handeln.
Für manche ist diese Selbstständigkeit zunächst ungewohnt, für andere eine Erleichterung. Beides ist in Ordnung. Denn Freiraum bedeutet nicht, auf sich allein gestellt zu sein: Wer Fragen hat oder nicht weiterkommt, kann jederzeit auf die Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen zählen.
Unterschiedlich lernen, gemeinsam weiterkommen
Menschen lernen auf unterschiedliche Weise, setzen eigene Schwerpunkte und entwickeln ihr eigenes Tempo. Diese Vielfalt macht Teams stark: Wer verschiedene Perspektiven und Herangehensweisen zusammenbringt, kann Aufgaben aus mehreren Blickwinkeln betrachten und gemeinsam passende Lösungen finden.
Gerade in der IT gibt es oft mehr als einen Weg zum Ziel. Funktioniert der erste Ansatz nicht, hilft es, andere Methoden auszuprobieren, den Entwurf anzupassen oder die Aufgabe neu zu betrachten. Das gehört zum Lernen genauso dazu wie das fachliche Wissen.
Wer früh lernt, so mit Schwierigkeiten umzugehen, kann neuen Herausforderungen gelassener begegnen. Eine Fehlermeldung bedeutet dann nicht, gescheitert zu sein. Sie liefert einen Hinweis darauf, was noch nicht funktioniert und wo der nächste Schritt ansetzen kann.
Ein Spielplatz zum Testen, Verstehen und Weiterkommen
Yunus hebt einen wichtigen Teil seiner Ausbildung hervor: Bei dacoso gibt es einen geschützten Raum, um zu experimentieren, Systeme zu testen und eigene Erfahrungen zu sammeln. In diesem Playground können die Auszubildenden Ideen praktisch erproben, statt nur vorgegebene Schritte nachzuvollziehen. Ob Programmierung oder Systemtechnik: Wer selbst ausprobiert, versteht Zusammenhänge besser und vertieft sein Wissen.
Tutorials, Videos, Fachdokumentationen und KI-Tools unterstützen dabei. Dass KI auch beim Lernen eine Rolle spielt, zeigt die Developer-Befragung von Stack Overflow 2025 mit über 49.000 Teilnehmenden aus 177 Ländern: 84 Prozent der Befragten nutzen KI-Tools in ihrem Entwicklungsprozess oder planen deren Einsatz. 44 Prozent nutzen sie, um Programmieren zu lernen.
Für Ela und Yunus bleibt dabei eines entscheidend: Nur zuzuschauen oder fertige Lösungen zu kopieren, reicht nicht aus. Sie wollen verstehen, wie Code funktioniert und wie Systeme aufgebaut sind. Hilfsmittel können den Weg erleichtern, ersetzen aber nicht das eigene Denken. Genau dieses Verständnis hilft ihnen, Lösungen anzupassen und neue Aufgaben selbstständig anzugehen.
Zwei Fachrichtungen, unterschiedliche Stärken und beste Perspektiven
Ela und Yunus haben sich für unterschiedliche Schwerpunkte entschieden. Ela begeistert sich für das Entwickeln und Programmieren von Anwendungen. Yunus beschäftigt sich damit, dass Server, Netzwerke und Plattformen zuverlässig funktionieren. Er sieht in der Systemintegration auch mit fortschreitender KI ein Berufsfeld, in dem menschliches Fachwissen weiterhin gefragt bleibt.
Wie wichtig qualifizierter IT-Nachwuchs ist, zeigt die Bitkom-Studie von 2025: Damals fehlten der deutschen Wirtschaft rund 109.000 IT-Fachkräfte. Von den in den zwölf Monaten zuvor neu eingestellten IT-Fachkräften hatten 37 Prozent eine duale IT-Berufsausbildung abgeschlossen. 27 Prozent brachten einen einschlägigen Hochschulabschluss mit, weitere 27 Prozent kamen über den Quereinstieg in die IT. (Quelle: Bitkom)
Eine fundierte IT-Ausbildung ist ein bewährter Weg in die Branche. Ob Anwendungsentwicklung oder Systemintegration: Beide Fachrichtungen bieten die Möglichkeit, eigene Stärken einzubringen und sich mit neuen Technologien weiterzuentwickeln.
KI als Möglichkeit, nicht als Bedrohung
Macht KI jungen IT-Fachkräften Sorgen um ihre berufliche Zukunft? Yunus blickt gelassen auf das Thema. Für ihn ist klar: Sprachmodelle können Code erzeugen, doch zur IT-Arbeit gehört mehr. Wer Anwendungen entwickelt, muss Architekturen, Objekte und Schnittstellen verstehen und beurteilen können, wie alles zusammenspielt. Gerade bei unerwarteten Fehlern sind Fachwissen, kritisches Denken und eine systematische Fehlersuche gefragt.
Auch in der Systemintegration zeigt sich für ihn, wie wichtig praktische Fähigkeiten bleiben. Router und Switches austauschen, Leitungen verlegen oder Hardware vor Ort installieren: Diese Aufgaben übernimmt ein Sprachmodell nicht. Neben technischer Unterstützung braucht es Menschen, die sorgfältig arbeiten, Situationen einschätzen und passende Lösungen finden.
Aktuelle Zahlen untermauern diese Einschätzung
84 Prozent der Entwicklerinnen und Entwickler nutzen bereits KI-Tools oder planen deren Einsatz. Gleichzeitig stufen nur 33 Prozent die Ergebnisse als uneingeschränkt verlässlich ein, während 46 Prozent die Outputs bewusst kritisch hinterfragen. 45 Prozent empfinden das Debuggen von KI-generiertem Code als zeitintensiv, und für 66 Prozent liegt die größte Hürde darin, dass KI-Vorschläge oft fast richtig wirken, im Detail jedoch fehlerhaft sind.
Selbst bei weiter fortschreitender KI-Entwicklung würden 75 Prozent der IT-Profis bei komplexen Fragen lieber erfahrene Kolleginnen und Kollegen hinzuziehen. Vertrauen entsteht eben nicht allein durch Geschwindigkeit, sondern durch echtes Verstehen. Entsprechend sehen nur 36 Prozent KI als Bedrohung für den eigenen Arbeitsplatz, während 64 Prozent sie als wertvolles Werkzeug einordnen. (Quelle: Stack Overflow Developer Survey)
Auf Unternehmensseite zeigt sich ebenfalls ein klares Bild: 66 Prozent der Führungskräfte stellen bevorzugt Talente mit fundierten KI-Anwenderkompetenzen ein, und 71 Prozent geben ambitionierten Nachwuchskräften mit KI-Know-how den Vorzug. (Quelle: Microsoft & LinkedIn Work Trend Index 2024) Gleichzeitig erwarten 42 Prozent der befragten Unternehmen, dass der Bedarf an hochqualifizierten IT-Fachkräften durch KI weiter steigt. (Quelle: Bitkom)
Das Fazit ist eindeutig und motivierend: Künstliche Intelligenz verdrängt engagierte IT-Profis nicht. Sie erweitert das Tool-Set und schärft das Profil zukunftssicherer Berufe. Wer die zugrunde liegenden Mechanismen versteht und smarte Tools gezielt als Hebel einsetzt, gestaltet die digitale Zukunft aktiv mit.
Verlässliche Ausbildung als Fundament für nachhaltigen Erfolg
Auf dem Arbeitsmarkt war in den vergangenen Jahren eine spürbare Konsolidierung zu beobachten. Laut Institut der deutschen Wirtschaft ging die Zahl der offenen IT-Positionen 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 26,2 Prozent auf 46.431 zurück. Für Bewerbende bedeutet das mehr Konkurrenz.
Gleichzeitig blieben über 13.500 Stellen für qualifizierte Fachkräfte unbesetzt. Prognosen des IW Köln zeigen, dass die Fachkräftelücke bis 2028 erneut auf Rekordniveau steigen könnte.
Hinzu kommt: Rund 79 Prozent der Betriebe rechnen weiterhin mit Engpässen, während das bundesweite Angebot an neuen Ausbildungsverträgen laut BIBB 2025 um 2,1 Prozent zurückging.
Vor diesem Hintergrund investiert dacoso konsequent in junge Talente. Wir bilden unseren IT-Nachwuchs in beiden Fachrichtungen selbst aus, fördern individuelle Stärken gezielt und binden engagierte Persönlichkeiten langfristig an unser Unternehmen. Für uns ist Ausbildung kein Nebenthema, sondern ein wichtiges Fundament für nachhaltigen Erfolg.
Die eigenen Stärken entdecken und weiterentwickeln
Ela und Yunus freuen sich auf die vielen Möglichkeiten, sich nach ihrer Ausbildung zu spezialisieren. Zunächst lernen sie unterschiedliche Bereiche kennen: Netzwerkstrukturen, Cloud-Services und Softwarelösungen. So können sie Schritt für Schritt herausfinden, welche Themen ihnen liegen und wo sie ihr Wissen vertiefen möchten.
Yunus interessieren besonders Cyber Security, Incident Response und digitale Forensik. Ihn fasziniert, wie Netzwerksicherheit, Abwehrstrategien und die Analyse von Angriffen zusammenspielen. Dafür gilt es, die Vorgehensweise von Angreifern zu verstehen, Risiken zu erkennen und Systeme gezielt abzusichern. Die Ausbildung bei dacoso bietet ihm die Möglichkeit, dafür fachliche Grundlagen aufzubauen und praktische Erfahrungen zu sammeln.
Diese Interessen passen auch zu den Entwicklungen am Arbeitsmarkt: Laut dem Future of Jobs Report 2025 des World Economic Forum gehören KI, Big Data sowie Netzwerke und Cybersicherheit zu den Kompetenzfeldern, deren Bedeutung bis 2030 am stärksten wachsen dürfte. Das prognostizierte weltweite Netto-Plus von 78 Millionen Arbeitsplätzen bezieht sich hingegen auf den Arbeitsmarkt insgesamt, nicht allein auf die IT.
Für Ela und Yunus steht jetzt im Mittelpunkt, Neues kennenzulernen, Dinge auszuprobieren und ihre eigenen Stärken auszubauen. Wir freuen uns, sie dabei zu begleiten, und wünschen beiden viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg.
Fazit: Mit Neugier und Vertrauen Neues wagen
Ela und Yunus zeigen, worauf es in ihrer IT-Ausbildung ankommt: Aufgaben selbstständig angehen, eigene Lösungen ausprobieren und verstehen, wie Technik funktioniert. KI begegnen sie mit Offenheit und dem Anspruch, ihre Möglichkeiten bewusst zu nutzen.
Drei Gedanken bleiben aus dem Gespräch:
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Vertrauen schafft Mut zum Ausprobieren. Freiraum, Unterstützung und ein offener Umgang mit Fehlern helfen dabei, fachlich und persönlich zu wachsen.
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KI unterstützt, eigenes Denken bleibt gefragt. Wer Ergebnisse beurteilen und sinnvoll einsetzen will, braucht technisches Verständnis und einen kritischen Blick.
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Eine praxisnahe Ausbildung eröffnet vielfältige Wege. Sie legt die Grundlagen, um eigene Stärken zu entdecken und sich später gezielt zu spezialisieren.
Vielen Dank an Ela und Yunus für die offenen Einblicke und ihre Freude am Lernen. Wir freuen uns darauf, ihren weiteren Weg bei dacoso zu begleiten.
Carla Breidenstein, Manager Marketing & Communication, dacoso
Carla Breidenstein ist Manager Marketing & Communication bei dacoso. Sie verantwortet die strategische Ausrichtung und Umsetzung des Marketings mit dem Ziel, die Leistungen und Expertise von dacoso sichtbar und verständlich zu machen. Besonders wichtig ist ihr, komplexe Technologie- und Cybersecurity-Themen so aufzubereiten, dass sie greifbar und praxisnah werden.
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Leyla Hercules, Working Student Marketing, dacoso
Leyla Hercules ist bei dacoso als Working Student im Marketing mit Schwerpunkt Social Media und Web tätig. Zu den Aufgaben gehören die Planung und Erstellung von Beiträgen, die Mitarbeit im Community Management sowie die Pflege der Website-Inhalte. Gemeinsam mit dem Marketing-Team bereitet Leyla Themen aus dem Unternehmen für die digitalen Kanäle von dacoso auf und bringt eigene Ideen in die Redaktionsplanung ein.
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