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"Von nichts kommt nichts." Ein Blick hinter unsere Service-Kulissen
Thomas Rabe : Aktualisiert am 12. Mai 2026
Thomas Rabe leitet unser Service-Team. Und wenn er eines nicht gelten lässt, dann ist es:
„Wird schon irgendwie funktionieren…“ Was also passiert, bevor wir bei Kunden den ersten Port stecken? Und wie sieht unsere fortlaufdende Betreuung aus? Thomas gibt hier einen Blick hinter die Kulissen.
1. Vor-Ort-Begehung: Wir schauen uns jede Umgebung persönlich an
Kein Rechenzentrum ist wie das andere. Und Planungsunterlagen sind oft leicht nostalgisch... Darum schicken wir jemanden hin, wirklich hin. Wege, Luftführung, Patchpanels, Strom, Platzverhältnisse. Wir prüfen alles, bevor wir starten. Denn nichts ist ärgerlicher als ein Einsatz, bei dem man unverrichteter Dinge wieder abzieht, weil doch ein anderes Gerät verbaut wurde oder die Stromschiene fehlt. Viele Wettbewerber lassen sich gern für mehrere Anfahrten bezahlen. Unsere Devise: einmal schauen, einmal planen, einmal sauber arbeiten.
2. Prestaging: Technik-Test bei uns im Haus
Prestaging ist bei uns kein „nice to have“, sondern Pflichtprogramm. In speziell dafür eingerichteten Räumen (ESD-geschützt, eigener Boden, eigene Tools) prüfen wir:
- Ist die komplette Hardware geliefert worden?
- Läuft sie? Wirklich?
- Sind Softwarestand und Konfiguration korrekt?
- Sind die Optiken sauber?
- Passt die Redundanz?
Jedes Gerät wird angeschlossen und entsprechend Auftrag konfiguriert. Wenn wir beim Kunden ankommen, wissen wir, dass die Lösung läuft. Das spart Zeit, Nerven und reduziert platz- und zeitaufwändige Situationen in den Rechenzentren selbst.
3. Glasfasern putzen
Wir putzen Glasfaser. Jede einzelne. Und nein, das ist nicht übertrieben. Denn auf dem Weg vom Hausanschluss zum Rack gibt es viele Übergabepunkte. Wenn dort Schmutz sitzt, erhöht das die Dämpfung, und irgendwann kommt am Ende kein Licht mehr an. Deshalb hilft nur: putzen, messen, nochmal putzen. Das machen wir mit sogenannten Fiber Scopes und Fiber Scrubs, die bei uns jeder Techniker in seinem Werkzeugkasten hat. Die sind nicht billig, und das Putzen kostet natürlich Zeit – viele betreiben diesen Aufwand deshalb nicht. Wir schon, weil saubere Optiken die halbe Stabilität sind.
4. Messen, messen, messen
Messungen sind sehr wichtig, weil Glasfasern oft von unterschiedlichen Lieferanten in Deutschland geliefert werden – mit qualitativen Unterschieden und teils abweichender Länge. Bei unseren Messungen stellen wir oft fest, dass die Verbindung nicht durchgängig von A nach B besteht oder die Dämpfung zu hoch ist.
Deshalb statten wir jedes Service-Team mit mehreren Messgeräten aus. So können wir jede Strecke genau prüfen und bleiben auch flexibel, falls kurzfristig Messungen an verschiedenen Punkten notwendig sind oder ein Gerät ausfällt.
Unsere Messgeräte werden regelmäßig kalibriert und sind für unterschiedliche Anforderungen geeignet, zum Beispiel zur Überprüfung von Dämpfung, Länge, Reflexionen und Durchgängigkeit.
5. dacoso Check-up
Regelmäßig schauen wir bei unseren Kunden persönlich vorbei, unabhängig davon, ob ein Störfall gemeldet wurde. Denn die meisten Service-Themen entstehen nicht plötzlich, sondern kündigen sich an. Deshalb überprüfen wir kontinuierlich Signalpegel, Dämpfung, Ports, Optiken und Softwarestände. Unser Ziel ist, dass der Kunde uns gar nicht erst anrufen muss.
Bei jedem Besuch prüfen wir außerdem Schrankordnung, Filtermatten und physische Schäden, etwa durch Fremdfirmen. Einmal im Jahr gibt’s einen ausführlichen Report: Was ist uns aufgefallen? Wo droht Ärger? Was sollte besser getauscht werden?
6. Ersatzteile in wirklich greifbarer Nähe
Unsere Ersatzteile lagern nicht zentral in einem großen Hochregallager, sondern dort, wo unsere Techniker leben und arbeiten. Insgesamt haben wir elf dezentrale Lager in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das bedeutet, wenn ein Kunde ein Ersatzteil benötigt, muss dieses nicht erst aus einer entfernten Zentrale angefordert und quer durch die Republik transportiert werden. Stattdessen liegt es im lokalen Lager, das der Techniker schnell erreicht. Wichtige Teile hat er ggf. sogar bei sich daheim. So stellen wir sicher, dass wir Störungen oder Ausfälle auch nachts und am Wochenende direkt und schnell beheben können.
Unser Service tickt ein bisschen anders
Von nichts kommt bekanntlich nichts. Optische Verbindungen und Rechenzentrumsnetzwerke sind das Herzstück der IT-Infrastruktur und extrem relevant, also behandeln wir sie auch so. Das heißt: genauer hinschauen, sauber messen, lieber einen Schritt mehr machen als einen zu wenig. Daraus ist über die Zeit ein Ablauf entstanden, der nicht unbedingt der bequemste ist, der sich aber bewährt hat. Der Aufwand ist hoch, keine Frage. Dafür läuft es beim Kunden später einfach stabil – und genau darum geht’s.
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Thomas Rabe, Head of Service, dacoso
Thomas leitet das dacoso Service‑Team und ist seit vielen Jahren im Netzbetrieb zu Hause. Er denkt Service vom Rack aus, nicht vom Schreibtisch und verlässt sich grundsätzlich lieber auf Messgeräte als auf Vermutungen🙂. Mit dieser Haltung prägt er die Art, wie bei dacoso Service gemacht wird. Rund 80 Service‑Techniker in der gesamten DACH-Region sorgen unter seiner Leitung dafür, dass Netze stabil laufen, Probleme sauber analysiert und Lösungen nachhaltig umgesetzt werden.
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